Es ist erschreckend, wie selbst die baselstädtische Exekutive, der Regierungsrat, ins liederlich kurzsichtige linke Einheitskonzert des Basler Grossen Rates einstimmt und die Pauschalbesteuerung reicher Ausländer abschätzig wegwünscht. «Nur» neunzehn Personen sind betroffen, wird vernichtend argumentiert. Aber meist sind es Wenige in einem Kanton, welche das Hauptsteuersubstrat liefern, damit die Steuerbelastung für den unteren und mittleren Stand nicht ins unanständig Bodenlose ansteigt.

Der baselstädtischen SP- Finanzministerin Eva Herzog kann es ja sicher nicht mehr wohl sein: Anstatt dass man reiche Ausländer weiterhin bei uns hegt und pflegt, müsste man diesen dann eröffnen, dass ihre bisherigen «Steuern nach Aufwand» nun durch viel höhere Sätze abgelöst werden. Wenn in Zürich auf kantonaler Ebene die Pauschalbesteuerung abgeschafft wurde, heisst das noch lange nicht, dass dies für Basel als Grenzkanton im Dreiländereck «gut» sein muss...

Im Kanton Zürich erfolgten überdies nach der Abstimmung etliche Übersiedlungen in den Nachbarkanton Schwyz. Sollte jemand ernsthaft glauben, durch eine Wiedervereinigung unserer beiden Halbkantone, würde es Basel-Stadt durch die Unterstützung von Basel-Land besser gehen, so ist dies nicht mehr als eine fatale und unrealistische Illusion. Man kann nur noch an die Basler Bevölkerung appellieren, dass Aversionen gegen Reiche – ausser einer Verarmung des Kantons – noch nie etwas gebracht haben und hoffen, dass diese nicht auch noch von allen guten Geistern verlassen wird!

Marcus Stoercklé jun.,
Basel

10.05.2012 | 826 Aufrufe