"Spalte rechts"
Kommentar des Chefredaktors

Das Ergebnis der Bundesratswahl
Ohne Stimme

Es war voraussehbar: Wer Masseneinwanderung und Asylanten-Desaster nicht hinzunehmen bereit ist, wer die Durchsetzung der von Volk und Ständen beschlossenen Ausschaffung krimineller Ausländer ohne Abstriche verlangt, wer sich der «institutionellen Einbindung» der Schweiz in die Europäische Union – also der Aushöhlung unserer direkten Demokratie und der Unterwerfung der Schweiz unter fremdes Recht – kategorisch verweigert, wer die Tributpflichtigkeit der Schweiz an das von der EU mit der Währungs-Zentralisierung angerichtete Überschuldungs-Schlamassel via Internationalen Währungsfonds ablehnt, dem wird – mag er noch so viele Wähler hinter seinem Programm vereinigen – angemessenes Mitregieren im Bundesrat verweigert.

 Armeeabschaffung, «Überwindung des Kapitalismus»: Das wird akzeptiert. Die definitive Absage an die in Agonie versinkende Europäische Union nicht!

Die SP hat Regie geführt. Die «Mitte»-Parteien marschieren an ihrer Leine: Die grösste Partei habe durchaus Anspruch auf zwei Sitze in der Landesregierung – aber nur, wenn sie am Gängelband der Linken dabei die FDP dezimiere. Kein Mitte-Lakai und kein Medienposaunist hat solche SP-Anmassung «hinterfragt».

Es ist – von der programmlosen «Mitte»  bis zur klassenkämpferischen Linken unablässig wiederholt – SRG-Dogma: Eveline Widmer-Schlumpf habe «einen guten Job gemacht». Dass sie durch im totalen Chaos endende «Umstrukturierung» des Migrationsamts der illegalen Einwanderung alle Schleusen geöffnet hat: Schwamm drüber! Dass sie heute – faktisch die bei Volk und Ständen seinerzeit kapital gescheiterte SP-Antibanken-Initiative umsetzend – unter dem Applaus selbst von Scheinbürgerlichen unseren Finanzplatz schrankenlosem Zugriff sich über alles Recht hinwegsetzender amerikanischer Geldgier ausliefert: Kein Thema!

Die Schweiz sei «Mitte-orientiert» jetzt «zu Neuem bereit», flöten uns die devoten Gefolgsleute Roger de Wecks in unsere Stuben. Dass es diese zwar unablässig schnorrende Mitte bisher bloss in die Rolle der eifrigen Wasserträgerin für die Linke gebracht hat – das wird nicht «thematisiert». Regie führt die Linke in enger Verzahnung mit den Massenmedien. Erklärtes Ziel beider ist die Zerschlagung der schweizerischen Selbständigkeit. Wer unser Land aus dem Brüsseler Schlamassel heraushalten will, dem wird angemessene Stimme in der Landesregierung verwehrt.

Ulrich Schlüer

 

21.12.2011 | 2104 Aufrufe