Für alles und jedes gibt es heute Ranglisten: Für Schulen, Standortattraktivität, Immobilienpreise, Politikerinnen und Politiker, Gemeinden, usw.. Kriterienauswahl und Gewichtung werden dabei von den Publizisten solcher Rankings willkürlich festgelegt. Ein grosser Teil der Leserschaft glaubt an die Objektivität solcher Ranglisten, und die Politik meint, aufgrund der beim Wahlvolk erzeugten Empörung wegen eines tiefen Ranglistenplatzes subito reagieren zu müssen.

Es hagelt Vorstösse, um Verbesserungen bei den gewählten Kriterien zu erzielen. Wer solche Rankings aber auf ihren Aussagegehalt etwas näher untersucht, sieht bald, wie oberflächlich und undifferenziert solche Einstufungen zustande kommen. Äpfel, Birnen und Kartoffeln, werden dabei willkürlich vermischt.

Alex Schneider
Küttigen

08.09.2013 | 1331 Aufrufe