PRESSECOMMUNIQUÉ

Das Lehrmittel «Verfolgt und vertrieben» ist in der vorliegenden Form für den Unterricht nicht brauchbar. Es muss zurückgezogen und bezüglich der J-Stempel-Geschichte gründlich überarbeitet werden.

«Schweizerzeit» wirkt: Nachdem die «Schweizerzeit» publik machte, dass ein neues Geschichtslehrmittel längst widerlegte Behauptungen zum «J-Stempel» aufstellte, wird dieses nun überarbeitet. (hier klicken)

Der Lehrmittelverlag Zürich (LMVZ) gibt in Koordination mit der Interkantonalen Lehrmittelzentrale ein neues Lehrmittel unter dem Titel «Verfolgt und vertrieben – lernen mit Lebensgeschichten» heraus. Mit ausgeprägtem Befremden muss die «Schweizerzeit» zur Kenntnis nehmen, dass dieses neue Lehrmittel den sogenannten J-Stempel in einer Art und Weise in den Mittelpunkt stellt, die den historisch belegten Tatsachen eindeutig widerspricht. Vom Lehrmittel wird eine alte, 1954 vom «Beobachter» in die Welt gesetzte Geschichte wiederbelebt, die erstmals 1957, spätestens und definitiv im Jahr 1997 als wahrheitswidrig – weil auf einer plumpen Verwechslung beruhend – nachgewiesen worden ist.

Das Lehrmittel «Verfolgt und vertrieben» ist in der vorliegenden Form für den Unterricht nicht brauchbar. Es muss zurückgezogen und bezüglich der J-Stempel-Geschichte gründlich überarbeitet werden.

In einem persönlichen Brief haben wir sämtliche Bildungsdirektoren aller Kantone der deutschen Schweiz gebeten, diesen angesprochenen Sachverhalt sorgfältig zu prüfen, die Darstellung im erwähnten Lehrmittel an den Fakten, wie sie sich aus den Originalquellen ergeben, zu bemessen und dann die nötigen Schritte zu unternehmen.

Dr. Ulrich Schlüer, Verlagsleiter «Schweizerzeit»

 

Weitere Verweise mit allen relevanten Details:

>> «Schweizerzeit»-Brief an die Bildungsdirektoren vom 25. April 2018

>> «Schweizerzeit»-Artikel «Schweiz-Diffamierung als Schulfach?» (27. April 2018)

27.04.2018 | 1617 Aufrufe