"Bei der Nein-Argumentation von BR, VBS und Parteien, die sich zum Nein bekennen, vermisse ich ein klarerers Eingehen auf das Grundsätzliche. BV Art. 58 sagt: "Die Schweiz hat eine Armee. Diese ist grundsätzlich nach dem Milizprinzip organisiert."

Was bedeutet das? Der ausgebildete Angehörige der Milizarmee bewahrt seine Ausrüstung inkl. Waffe und Munition zu Hause auf, damit er bei einer Mobilmachung möglichst rasch den Einrückungsort, notfalls unter Einsatz seiner Waffe, erreichen kann. Tritt er als unbewaffnerter uniformierter Armeeangehöriger vor die Haustüre, ist er bereits mögliches Angriffsziel, eine günstige "Beute", weil er sich ja nicht wehren, sondern nur fliehen kann. Und, ganz wichtig: Bei einer Mobilisierung von Streitkräften spielt der Zeitfaktor eine enorme Rolle. Wer zuletzt kommt, wird bestraft. Man stelle sich auch vor, was für ein Durcheinander vor und in den Zeughäusern entstehen würde, wenn hunderte, ja tausende von Armeeangehörigen zuerst dort seine Waffe abholen müsste.

Betrachtet man die Sache von den Urhebern der Inititative her, so liegt doch auf der Hand, dass mit ihrem Begehren die Milizarmee geschwächt werden soll. Alle andern Begründungen sind Heuchelei, Heuchelei, auf die leider zu viele Bürgerliche hereinfallen, weil sie sich weigern, sich zum Grundsätzlichen Gedanken zu machen. Und hier fällt die Haltung der CVP leider negativ auf, denn sie hat an ihrer letzten DV nach einem schwachen Nein-Entscheid im Parteivorstand auch einen schwachen Nein-Entscheid bei den Delegierten gefällt.

Leserbrief von Johannes Fischer,
Stans NW

27.01.2011 | 1043 Aufrufe