Vor etwa einem Jahr musste ich erleben, wie meine Schwester in Schweden an Lungenkrebs in einem grausam langwierigen Prozess sterben musste. Sie wurde das Opfer des skandinavischen Gesundheitsmodells, mit dem uns Bundesrat Berset auch hierzulande «beglücken» möchte.

In Skandinavien ist im Gesundheitsbereich ein sogenanntes Gate-Keeper-System üblich, Pflegefachpersonen nehmen Patienten entgegen und haben darüber zu entscheiden, ob ein erkrankter Bürger dem Arzt vorgestellt wird oder nicht. Hat man diese Hürde genommen, entscheidet der Hausarzt darüber, ob man zu einem Facharzt darf oder nicht. Bei meiner Schwester hat dies dazu geführt, dass bei ihr über Monate fälschlich eine Lungenentzündung diagnostiziert wurde, die mit diversen Antibiotika erfolglos behandelt wurde.

Nach den Pflegefachpersonen zögerte auch ihr Hausarzt eine genaue Abklärung beim Lungenspezialisten über Monate hinaus, bis es schliesslich zu spät war. Von der «Fehldiagnose» Lungenentzündung bis zur korrekten Diagnose hatte es über sieben Monate gedauert. Aufgrund meiner bitteren Erfahrungen kann ich nur davor warnen, der wohlklingenden Mogelpackung zur medizinischen Grundversorgung zuzustimmen

Georg Koch, Stettfurt

 

15.05.2014 | 1751 Aufrufe