Gegenwärtig schreiben sich noch immer beleidigte linksliberale FDP-Exponenten die Finger wund gegen Christoph Blocher. Denn er hat sie einst wegen ihrer miserablen Leistung blossgestellt. Auch der frühere FDP-Ständerat Andreas Iten, politisch mehr links als FDP, gehört zu diesem Club der Blocher-Hasser. Für ihn ist Blocher weder Quer-, noch Vor-, noch Nachdenker. Dass Iten und Co. damit falsch liegen, ist jedoch einfach zu beweisen.

Blocher hat als Querdenker frühzeitig erkannt, dass die zahlreichen Verwaltungsräte und Manager von einstmals schweizerischen Grosskonzernen, allesamt FDP-Mitglieder, einen Konzern nach dem andern abgewirtschaftet haben. Diese Schmach verzeiht ihm die alte FDP-Garde nie. Blocher war auch Vordenker, als die Emser Werke in Notlage gerieten und an einen US-Konzern verhökert werden sollten. Unter grossen Risiken hat er die serbelnde Firma übernommen und zu einem erfolgreichen Exportunternehmen umgebaut. Man bedenke den Kontrast zur alten FDP-Wirtschaftsgarde! Und er war auch Nachdenker: Er hat nachgedacht, wie sich Europa verändern würde – und was das für die Schweiz bedeuten würde. Also hat er den Beitritt zum EWR und zur EU verhindert.

Blocher hat die einst kleinste Bundesratspartei zur weitaus wählerstärksten Partei gemacht, und FDP-Wähler sind in Scharen zur SVP übergelaufen. Die zunehmenden Artikel gegen die SVP und Blocher zielen darauf ab, die Partei zu desavouieren, um den Rahmenvertrag mit der EU beim Volk durchzubringen. Einige lassen dabei ihrer Abneigung gegen den politischen Gegner freien Lauf. Neid und Hass sind jedoch die höchste Form der Anerkennung.

Felix Zulauf, Zug

09.05.2018 | 653 Aufrufe