Sie stellen richtig fest, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) zusammen mit den damaligen Politikbetreibenden mehr als nur einen gewaltigen Fehler gemacht hat: Anfangs dieses Jahrtausends hat die SNB 1‘500 Tonnen Gold verkauft. Es handelte sich, immer gemäss der „Classe politique“, um sogenannte „überschüssige Reserven.“ Was „überschüssige Reserven“ sind, hat mir bis heute allerdings glaubhaft niemand erklären können.

Niemand hat sich aufgeregt, über die buchstäblich verschenkten 71 Milliarden Franken (gut 50 Prozent der Staatsschulden). Dies weil die SNB bekanntlich das Kunststück fertiggebracht hat, die Unze Gold zwischen US$ 220 bis US£ 250 zu verkaufen. Und niemand hat sich gefragt, wer denn der respektive die Käufer dieses spottbilligen Goldes waren. Hier wurde von der Politik 71 Milliarden Volksvermögen verschleudert.

Bei Banken würde man von „Zockern“ reden. Und niemand wurde zur Rechenschaft gezogen. Politik-Junkies dürfen aber offenbar solche staatspolitischen Verbrechen straflos begehen. Das Gold der SNB ist immerhin Volksvermögen. Nike Leeson, Jerome Gaille, K. Adoboli wurden für Bruchteile solcher Summen vor Gericht gestellt und verurteilt.

P.S. Die „Gold-Initiative“ der SVP habe ich unterschrieben und auch im Bekanntenkreis Unterschriften gesammelt.

Jürg Aeschbacher,
Moosseedorf (BE)

02.12.2012 | 1248 Aufrufe