Die andauernde Problematik der zunehmenden Migrationsströme in unser Land beschäftigt nun die FDP so sehr, dass sie sich kurzerhand dazu entschloss, nur noch jene Leute ins Landesinnere zu holen, welche erstens über eine gute Ausbildung verfügen und zweitens aus dem Schengen-Raum stammen. Ganz neue Töne von jener politischen Partei, welche bei den Abstimmungen über die freie Personenfreizügigkeit gemeinsame Sache mit der Mitte und den Linken gemacht hat.

Damals so hiess es, würden die Befürchtungen und Ängste der viel verhassten und als isolationistisch bezeichneten SVP nie und nimmer eintreffen. Im Gegenteil: die grenzenlose Einwanderung und die damit verbundene Abkehr des qualifizierten Selektionierens (mitunter gewährleistet durch die damalige Kontingentierung einzelner Arbeitskräfte aus den entsprechenden Ländern und Tätigkeitsfeldern) sollte eine wesentliche Bereicherung für unsere Volkswirtschaft mitbringen. Heute aber wissen nebst der offenbar wachgerüttelten FDP auch viele andere Personenfreizügigkeits-Befürworter, dass dem nicht so ist!

Stark gestiegene Sozialausgaben, ein in sich angespannter Arbeitsmarkt (Stichwort: hohe Jugendarbeitslosigkeit) wie auch ein instabiler gewordenes Sicherheitsempfinden der hiesigen Wohnbevölkerung sind traurige aber eben Tatsachen gewordene Umstände einer „liberal-sozialromantischen Einwanderungspolitik“ der vergangenen Jahre. Zeit also, dieser verfehlten Migrationspolitik Einhalt zu gebieten! Die kommenden Parlamentswahlen bieten hierzu Gelegenheit. „Masslos oder Massvoll“? Herr und Frau Schweizer entscheiden dannzumal, ob sie sich auf die Seite der einstigen „Verbrecher“ einer grenzenlosen Einwanderungspolitik stellen oder eben doch jener politischen Kraft ihr Vertrauen aussprechen werden, welche sich von Beginn weg, gegen eine unkontrollierte und inzwischen ausser Rand und Band geratene Asyl-, Ausländer- und Migrationspolitik zur Wehr setzte. „Schweizer wählen SVP“ – alle anderen können sich ins Boot der „Heimatmüden“ begeben und gespannt darauf warten, wie lange es dauern wird, bis sie und ihre Politik gottjämmerlich absaufen!

Leserbrief von
Bernhard Diethelm, Vorderthal SZ

12.01.2011 | 1225 Aufrufe