Es ist wohl hinlänglich bekannt, welche Folgen Massenpsychose mit sich bringen kann. Verfolgt man die Äusserungen der Politiker in Bezug auf das Verhältnis Schweiz-EU, so würde man meinen, wir Schweizer wären Einsiedler, Eigenbrötler, Egoisten, Rosinenpicker, Inselbewohner und ein höchst uneuropäisches Volk. Nein, ihr Schwarzmaler! Wir Schweizer haben Mut zur Identität, Mut zur Identifikation, Mut zur Autonomie, Mut zur Demokratie, Mut zur Freiheit, Mut zu Fakten, Mut zu Kompromissen, aber vor allem Mut zur Wahrheit.

Damit ist es in der heutigen Politik wohl schlecht bestellt. Im Abstimmungsbüchlein zu den Bilateralen I schrieb der Bundesrat: «Ängste, die Ein-wanderung werde stark zunehmen, sind nicht begründet: In Wirklichkeit sind die Wanderungsbewegungen innerhalb der EU gering. Maximal 10000 EU-Angehörige werden sich zusätzlich in der Schweiz niederlassen.» In Tat und Wahrheit waren es durchschnittlich netto 80000 Personen pro Jahr. Im Abstimmungsbüchlein vom 7. September 1992 sprach der Bundesrat von vertretbaren Kosten von 14,9 Milliarden für die Neat. Laut BAV kostete diese aber bereits 8,6 Milliarden mehr als dem Steuerzahler vorgemacht.

Die Liste liesse sich unendlich fortführen. Die aufgeführten Punkte dienen ausschliesslich der europäischen Union. Mit welchem Recht macht unsere Politik also dem eigenen Volk Vorwürfe?

Heinz Lüchinger,
Balgach

24.09.2015 | 1300 Aufrufe