Die Diskussionen über die Zukunft unserer Armee haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Allerdings bleibt festzustellen, dass in den Medien offenbar die Armeegegner die Oberhand gewonnen haben. Es können nur sehr wenige Voten für unsere Armee registriert werden. Die Schweizerzeit-Leser sind aufgefordert, sich aktiv mit Leserbriefen in sämtlichen Zeitungen zu Wort zu melden.

Einige muten sich es zu, Visionen für die nächsten fünfzig Jahre zu entwickeln und diese für absolut sicher zu halten. Drohnen werden schon heute eingesetzt, die Kampfflieger werden sie jedoch nie ersetzen, so gut wie kein Computer in Zukunft den Menschen überflüssig machen wird! Die Debatte um unsere Armee ist längst aufgrund der vielen Militärexperten aus dem Ruder gelaufen. Niemand kann ein zukünftiges Bedrohungsszenario, welches Kampfflugzeuge erfordert, kategorisch ausschliessen.

Die Tiger-Flugzeuge sind veraltet wie die gute alte Schreibmaschine, ein Ersatz tut dringend Not. Die Glaubwürdigkeit in der Schweizer Armee ist sicherzustellen, mehr realistische Mittelfristigkeit statt utopischer Weitsicht ist gefragt. Das Bundesparlament als Vertretung des Souveräns hat einen weisen Entschluss gefällt, ein Referendum ist unnötig, sonst müsste auch der Atomausstieg zwingend dem Volk vorgelegt werden.

Beda Düggelin,
Zürich

13.10.2011 | 1675 Aufrufe