Der zentralistische Lehrplan 21 will unser bewährtes Schulsystem auf den Kopf stellen. Er fordert schweizweit flächendeckend «offene Lernformen» («selbstorganisiertes», «individuelles Lernen»), bei denen der Schüler bestimmt, was wie wann und ob er überhaupt lernen will. Deshalb darf der Lehrer keinen Klassenunterricht mehr machen, kein Wissen vermitteln, nicht erziehen und nicht motivieren.

Er wird zum Lernbegleiter degradiert, der nur noch Arbeitsblätter und Wochenpläne erarbeitet und «Lernumgebungen» zur Verfügung stellt. Mit dem Lehrplan 21 könnte der Lehrer die Unterrichtsform nicht mehr wählen, die Methodenfreiheit würde praktisch abgeschafft.

Es ist höchste Zeit, dass das Volk über den Lehrplan abstimmen kann, um diesen gefährlichen Unsinn zu stoppen. Gewerbe und KMUs wären gut beraten, tatkräftig mitzuhelfen, denn sie würden die Leidtragenden sein, wenn sie keine geeigneten Lehrlinge mehr rekrutieren könnten. Im Kanton Zürich braucht es dringend noch Unterschriften für die Volksinitiative gegen den Lehrplan 21: http://www.lehrplan-vors-volk.ch/

Peter Aebersold,
Zürich

22.10.2015 | 1480 Aufrufe