Markus Möhl, Präsident der Berufsschule Lenzburg, sagte in einem Interview: «Wir haben heute häufiger Lehrlinge im Betrieb, die nach der Sekundarschule die Grundrechenoperationen nicht können, nicht wissen, was eine Summe ist, für den Zahlenbereich über zehn den Taschenrechner brauchen und ernstzunehmende Schreib- und Lesedefizite aufweisen.»

Im Hinblick auf das im Lehrplan 21 geforderte selbständige Lernen sagt er: «Die Schüler verfügen zwar über vielfältige Kompetenzen, aber es mangelt an den ‹Basics›. Wir brauchen Jugendliche, die rechnen und schreiben können.»

Zur im Lehrplan 21 angestrebten Kompetenzorientierung meint Prof. Matthias Binswanger: «Es gibt keine Kompetenz ohne Wissen, die reine Kompetenzorientierung führt zur Ausbildung von pseudokompetenten Schwätzern, denen grundlegende Fähigkeiten fehlten.»

Der Lehrplan 21 setzt etwas voraus, das zumindest bei mir in der Kindheit nicht vorhanden war. Er erwartet, dass die Kinder in jedem Fach stark interessiert und wissbegierig sind. Er verlangt vom einzelnen Kind, dass es voll konzentriert im Eigenstudium zu Erkenntnissen erlangt, die früher der Lehrer im Frontunterricht vermittelte und erklärte.

Aus diesen und vielen anderen Gründen muss der Lehrplan 21 unbedingt gestoppt werden.

Paul Bannwart,
Appenzell

 

29.01.2015 | 1541 Aufrufe