Schweizer Kultur, Schweizer Brauchtum – mit Toni Brunner (2)

Das Silvester-Chlausen ist ein Brauch, der im Kanton Appenzell Ausserrhoden lebendig ist.

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Früher wurden dem Silvester-Chlausen heidnische Ursprünge unterlegt. Gemäss heutiger Forschung entstand dieser Brauch aber im Spätmittelalter, entfaltet vor allem von Klosterschülern in der Adventszeit. Im 15. Jahrhundert soll das Treiben wilder und fasnächtlicher geworden sein, woran die Kirche zunehmend Anstoss nahm. Möglicherweise wurde das Chlausen deshalb von der Adventszeit auf Silvester verlegt.

Schriftlich wird das Chlausen erstmals 1663 erwähnt. Offenbar sahen kirchliche Behörden das nächtliche Treiben ungern. Im Innerrhodischen wurde das Chlausen laut Mandanten-Buch von 1776 bis 1808 mit Busse bestraft. Der Brauch hat sich in der Folge nur im Kanton Appenzell Ausserrhoden erhalten.

Alter und neuer Silvester

Gefeiert wird mit dem Chlausen die Jahreswende – 
sowohl nach dem heute gültigen Gregorianischen Kalender als auch der alte Silvester gemäss dem Julianischen Kalender. Man trifft Chläuse also sowohl am 31. Dezember als auch am 13. Januar an.

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11.01.2018 | 7738 Aufrufe