Es ist erstaunlich, dass die Schweiz in ihren Verhandlungen ihre Trümpfe zu den über süddeutsches Gebiet führenden Anflüge zum Flugplatz Zürich nicht zu Geltung gebracht hat. Der Lastwagenverkehr von deutschen Firmen durch die Schweiz verursacht – meines Erachtens - auf den Schweizer Strassen viel mehr Lärm und Luftverschmutzung als der Flugverkehr beim Anflug über Süddeutschland auf Züriich und er verletzt bezüglich zu vielen LKW-Durchfahrten die vom Volk angenommene Alpen-Initiative.

Unser damalige Bundesrat Moritz Leuenberger hatte bei seinen Verhandlungen, wegen den Durchfahrten der Lastwagen durch unser Land, einen sehr günstigen Tarif ausgehandelt. Dadurch entstanden der Schweiz seither Folgekosten. Fazit: Der Schweizer Steuerzahler subventioniert den Transit aus Deutschland. Es ist deshalb kein Wunder, dass die deutschen Spediteure es ausnützen, dass sich der Lastwagenverkehr auf der Strasse mehr als verdoppelt hat und die erwünschte und geforderte Verlegung des Verkehrs auf die Schiene nicht reralisiert wurde.

Nachdem die Verhandlungen zum Flugverkehrsabkommen vorerst gescheitert sind, sollte die Schweiz entsprechend reagieren: Sie sollte in Erwägung ziehen – und dies deutlich kommunizieren – den Preis für den Lastwagentransit auf ein kostendeckendes Niveau anzuheben. Das würde meines Erachtens mehr nützen als da Flugverkehrsabkommen nachzuverhandeln. Zudem könnte man mit einer Kostenermässigung für den Umstieg der Transport vom Lastwagen auf die Schiene gleich zwei Fliegen auf einen Schlag erledigen.

Harry Pollack,
Netstal (GL)

06.12.2012 | 1143 Aufrufe