Internationale Konferenz. Anwesend sind Politiker und Diplomaten, darunter der damalige Bundesaussenminister Hans Dietrich Genscher, und auch ein Schweizer Bundesrat. Am Abend an der Bar wendet sich ein Diplomat an Genscher: «Herr Aussenminister, darf ich Ihnen eine Testfrage stellen?»

«Ja klar», erwidert dieser. «Also, was ist das? Es stammt von Ihrem Vater und von Ihrer Mutter, es ist aber nicht Ihr Bruder und auch nicht Ihre Schwester.» Genscher, wie aus der Pistole geschossen, ruft: «Das ist ja klar, das bin ich!»

Grosser Applaus. Der Schweizer Bundesrat ist tief beeindruckt. Zurück in Bern machte er mit einem Kollegen den gleichen Test und fragt: «Was isch das? Es stammt vo dim Vater und vo dinere Mue
ter, es isch aber nid din Brüeder und au nid dini Schwöschter?»

Der Bundesratskollege überlegt und überlegt, beginnt zu schwitzen, bekommt vor Anstrengung einen roten Kopf und sagt schliesslich nach langen Minuten: «Du, es tuet mer leid, ich find’s eifach nid use.» Da meint der andere: «Muesch di nid schäme, ich wär au nid druf cho, es isch schampar schwierig. Es isch nämlich de Genscher.» 

25.01.2017 | 736 Aufrufe