Die Meinung im Volk ist einhellig: Es gilt der wachsenden Kriminalität in unserem Lande Einhalt zu gebieten und kriminelle Ausländer endlich konsequent auszuschaffen.

Angesichts der unerfreulichen Entwicklung drängt sich aber auch die Frage auf: Inwieweit leisten wir durch unser Verhalten der wachsenden Kriminalität Vorschub?

Nebst der ungenügenden Absicherung unserer Wohnungen spielt meines Erachtens auch das Vorgehen beim Geldbezug allzu häufig eine verhängnisvolle Rolle. Können namentlich Frauen und ältere Personen es verantworten, ihr Geld am Automaten zu beziehen, dies auch bei offenen Schalterstunden der Bank? Ist dies nicht ausgesprochen leichtsinnig? Es sind nicht nur die immer neu erfundenen Tricks der meist aus Osteuropa stammenden Gauner, die den Geldbezug am Automaten immer gefährlicher machen, sondern ebenso oder noch mehr ist es die Unverfrorenheit jener Kriminellen, die dank ihrer im Hintergrund gemachten Beobachtungen ihre Opfer brutal überfallen und berauben. Dabei verliert der Bankkunde oft nicht nur sein Geld, sondern muss obendrein seine erlittenen Verletzungen im Spital auskurieren lassen.

Traugott Voegeli-Tschirky,
Leibstadt AG

16.08.2012 | 1303 Aufrufe