Frau Martullo-Blocher hat uns in der «Schweizerzeit» bereits einige Mängel der KEV aufgelistet. Mit dem Entscheid unserer „Volksvertreter“, wird vor allem die Fotovoltaik sowie die Windenergie lanciert.

Dies bringt:

  • Finanzielle Anreize für pseudo-grünrote Investoren.
  • Verzerrung des Strompreises.
  • Kurzfristige Überkapazitäten.
  • Instabile Netze.

Für die Ablösung der Kernenergie benötigen wir aber Energieerzeugungsanlagen, welche Bandenergie liefern. Man bedenke: Bei hälftiger Ablösung aller schweizerischen Kernkraftwerke durch Windräder und Fotovoltaik benötigten wir rund dreitausend Windräder von achtzig bis einhundert Meter Höhe, dazu rund sechzig Quadratkilometer Solarzellen. Ganz abgesehen von der Landschaftsverschandelung, würden bei Windflaute und schlechtem Wetter, 42 Prozent der notwendigen Stromenergie fehlen.

Mit einer Verfügbarkeit von siebzehn Prozent bei Windrädern und neun Prozent bei der Fotovoltaik, werden diese beiden Energiearten, vorwiegend für negative Einflüsse sorgen. Da beide Energien weder plan-, noch speicherbar sind, werden sie unsere Netze destabilisieren. Dieser negative Effekt, wird im Zusammenhang mit dem internationalen Verbundnetz noch verstärkt, da dieses, zeitgleich, Überkapazitäten aufweist. Um keine Netzzusammenbrüche zu riskieren, könnte man mit der überschüssigen Energie die Mittagsspitze brechen und/oder tagsüber unsere Stauseen auffüllen.

Wenn die Ersatzenergiemenge, vorwiegend aus den oben erwähnten Stromerzeugungsanlagen stammt, müssten bereits bestehende Anlagen herunter gefahren werden. Da bei thermischen Energieanlagen das rauf- und runterfahren (thermischen Zyklen), früher oder später zu Komplikationen führt, müssten schlussendlich gar unsere emissionsfreien Wasserkraftwerke runtergefahren werden. Man stelle sich mal den Unsinn vor, die sicherste und sauberste Bandenergie, durch temporäre, ineffiziente Alternativ-Energie zu ersetzen!

Ineffizient, weil gemäss Wikipeda der Wirkungsgrad bei Fotovoltaik-Anlagen unter Normalbedingungen, bei drei bis fünfzehn Prozent, höchstens aber bei 24 Prozent liegt. Die genannten, erneuerbaren Energien werden vom Staat übrigens bereits bei der Erstellung subventioniert. Nun sollen diese per KEV je kWh weitere 1,5 Rappen erhalten? Damit wird der effektive Strompreis durch die Subventionen verwischt, da schlussendlich ein wesentlicher Teil dann über Steuergelder berappt werden muss. So werden auch bei uns innert Kürze, die Subventionskosten die Energieerzeugungskosten übertreffen. Industrie, Gewerbe, aber auch die Privathaushalte wollen aber weiterhin transparente und bezahlbare Strompreise.

Willi Schwarz,
Felben-Wellhausen

31.07.2013 | 3444 Aufrufe