Ist der Bundesrat wirklich so naiv? Glaubt er mit einem Verkaufsverbot von Alkohol zwischen 22 und 6 Uhr den diesbezüglichen Missbrauch der vielfach jungen Menschen zu stoppen? Mitnichten: Das Partypeople, das sich gewöhnt ist, komasaufend aufzufallen, wird sich deshalb zu früheren Zeiten mit Alkoholica eindecken – und das erst noch zu günstigeren Preisen als in Tankstellenshops. Das wiederum gibt den einen oder anderen Drink mehr fürs selbe Geld...

Noch schlimmer aber: Nicht nur den Komasäufern stösst der Bundesrat mit diesem Verbot den Riegel. Stellen Sie sich beispielsweise vor: Sie grillieren während einer Sommernacht und das Bier ist aus. Neues einkaufen ist nicht mehr möglich. Auf dem späten Nachhauseweg – von der (Schicht-)Arbeit oder vom Ausgang – ein Bier oder einen Wein einkaufen ist verboten. Wohlverstanden für jene Menschen, welche keine Probleme mit dem Umgang mit Alkohol haben. Der Entscheid des Bundesrates ist kontraproduktiv und trifft die Falschen.

Hermann Wick,
Zürich

26.04.2013 | 2356 Aufrufe