Die Quotenregelung namens Konkordanz wurde 1959 eingeführt, dies um der SP die Vertretung im Bundesrat zu ermöglichen. Die Linke hat nun ganze fünfzig Jahre gebraucht, bis sie die Übermacht im Bundesrat erlangt hat. Was die Erfinder der Konkordanz nicht wussten: Wenn die Linke in einem Gremium einmal das Sagen hat, ist es fertig mit Quoten. Andersdenkende werden nicht akzeptiert.

Das ist typisch der Fall in den Redaktionen der Medien, in den Hochschulen, den Kulturinstitutionen und jetzt auch im Bundesrat. Das Verhalten der Linken beruht auf der Überzeugung, dass die Richtigkeit ihres Weltbilds unwiderlegbar ist. Daher hat sie keine Hemmungen, die Regeln oder Abmachungen zu brechen. Demzufolge hat die SVP in dieser Mitte-Links-Koalitionsregierung nichts mehr verloren. Anderenfalls käme dies einem «mitgegangen – mitgefangen» gleich.

Ein Verbleib im Bundesrat ist ein Kniefall vor den Linken und in diesem Sinne eine korrupte Handlung. Im Bundesrat ausharren, nur um den direkten Zugang zu Informationen aufrechtzuerhalten, ist in moralischer Hinsicht ein fragwürdiges Spiel.

Sven Sataric,
Biberist SO

20.12.2011 | 1408 Aufrufe