Da kommt EU-Kommissionspräsident Juncker in die Schweiz und wird vom Bundesrat auf den Knien empfangen und geküsst. Juncker macht schaumige Worte von Verständnis und Freundschaft, und schon jubiliert die Classe politique in Bundesbern: «Wir haben Freunde!» Und erschrickt dann, wenn sie nachher zur Kenntnis nehmen muss, dass alles nicht so gemeint war, was Juncker sagte. Es wird nicht begriffen, dass die EU nie ihre eigenen Vorgaben aufweichen wird. Warum? Weil die Classe politique die Schweiz als souveränen Staat aufgeben will.

Aktuelles Beispiel ist das sich abzeichnende Einknicken vor der EU im Bereich Waffenrecht. Dass die EU aufgrund der Erfahrungen der letzten 100 Jahre in Europa ein verschärftes Waffenrecht haben will, kann man verstehen. Aber dass die Schweizer Behörden dieses auf unser Land übertragen wollen, ist ein Skandal. Und die Medien, inklusive NZZ, geben auch hier willig Unterstützung.

Johannes Fischer, Chur/Stans

29.01.2018 | 2222 Aufrufe