Erste Volksabstimmungen stehen an

In mehreren Kantonen stehen die ersten wegweisenden Abstimmungskämpfe um den Lehrplan 21 an. Den Auftakt bildet St. Gallen, wo am 25. September über die Volksinitiative «Ja zum Ausstieg aus dem HarmoS-Konkordat» abgestimmt wird.

Die St. Galler Initiative wurde vom überparteilichen Verein «Starke Volksschule SG» lanciert, der dafür plädiert, dass das Erziehungsdepartement die Arbeiten zur Einführung des Lehrplans 21 bis zur Volksabstimmung einstellt. Kantons- und Regierungsrat lehnen die Initiative gegen den Willen der SVP mit 78 zu 30 Stimmen ab.

Ebenfalls hatte das St. Galler Komitee die Volksinitiative «für die Volksschule» lanciert, mit welcher der Lehrplan 21 hätte verhindert werden sollen. Diese wurde von der St. Galler Regierung und vom Verwaltungsgericht für ungültig erklärt, da die Inhalte nicht umgesetzt werden könnten, solange der Kanton St. Gallen beim HarmoS-Konkordat Einsitz hat. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Volksinitiative «Ja zum Ausstieg aus dem HarmoS-Konkordat» gestartet worden ist.

Thurgau und Aargau sind die Nächsten

Nach der Abstimmung in St. Gallen wird der Kanton Thurgau voraussichtlich im November 2016 über die Volksinitiative «Ja zu einer guten Thurgauer Volksschule» abstimmen. Diese Initiative will im Gesetz über die Volksschule festschreiben, dass Lehrpläne Jahrgangsziele für die einzelnen Unterrichtsfächer enthalten und dass Stundentafeln die entsprechende Aufteilung der Unterrichtszeit regeln. Die Lehrpläne sollen insbesondere die elementaren Ziele Lesen, Schreiben, Rechnen und eine positive Arbeitshaltung sichern.

Im Kanton Aargau findet die Abstimmung über die Volksinitiative «Ja zu einer guten Bildung – Nein zum Lehrplan 21» am 12. Februar 2017 statt. Dieses Volksbegehren formuliert, welchen Fächerplan die Kindergarten-, Primar- und Oberstufe erhalten sollen. Interkantonale Vereinbarungen zur Harmonisierung des Lehrplans sollen vom Grossen Rat genehmigt werden und dem fakultativen Referendum unterliegen.

Weiter stehen voraussichtlich in den nächsten ein bis zwei Jahren in den Kantonen Bern, Baselland, Luzern, Solothurn, Schaffhausen und Zürich Volksabstimmungen um den Lehrplan 21 an. Im Kanton Graubünden werden derzeit noch Unterschriften für eine Doppelinitiative (auf Verfassungs- und Gesetzesebene) für mehr Mitsprache bei wichtigen Bildungsfragen gesammelt.

 

Die entscheidende Phase beginnt!

In den kommenden Monaten und Jahren wird sich entscheiden, ob und in welcher Form der Lehrplan 21 in den Kantonen Verankerung finden wird. Der Ausgang der Volksabstimmungen wird stark von der Mobilisierung des Volkes abhängen. Auf alle Fälle stehen uns heisse Monate bevor!

Die Aktion Bildungs-Kompass unterstützt aktiv alle Bestrebungen in den Kantonen, den sog. Lehrplan 21 der Mitsprache der kantonalen Parlamente und der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu unterstellen. Der die Schule von Grund auf umwälzende Lehrplan 21 darf nicht hinter dem Rücken des Volkes eingeführt werden.

Unterstützen Sie die Aktion Bildungs-Kompass – damit sie möglichst wirkungsvoll ins Geschehen eingreifen kann.

Aktion Bildungs-Kompass, (www.bildungs-kompass.ch), Postcheck-Konto 61-645392-2

Sie möchten sich für eine gute und leistungsorientierte Volksschule ohne Lehrplan 21 engagieren – und in Ihrem Kanton gibt es noch keine spürbare Opposition? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf: info@bildungs-kompass.ch oder Telefon 052 3013100 (Anian Liebrand verlangen). Wir unterstützen Sie gerne dabei und helfen Ihnen, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen.

 

AL