Viele Studien haben eindeutig gezeigt, dass sich Kinder physisch, psychisch und geistig am besten entwickeln, wenn sie vor allem in den ersten drei Jahren von den Bezugspersonen Mutter und Vater, erzogen werden. Wenn wir in Zukunft eine gesunde Jugend wollen, so müssen wir unseren Familien helfen, dies auch in einer modernen Welt, so gut wie möglich realisieren zu können.

Mit Hilfe der Grosseltern und/oder unter Beanspruchung einer Kindertagesstätte für eine möglichst minimale Zeit, ist es heute vielen berufstätigen Frauen möglich, noch ein Teilpensum in der Wirtschaft zu behalten um später wieder ganz ins Berufsleben einsteigen zu können. Im Tieflohnbereich ist oft ein Zweitlohn nötig, so dass solche Frauen, wie auch Alleinerziehende, auf einen günstigen Krippenplatz angewiesen sind. Für diese Personengruppen ist es zentral, dass sie in den Genuss eines einkommensabhängigen Tarifes kommen und bei den Steuern entlastet werden. Schon heute könnten und sollten Gemeinden und Kantone die Kitas, unter Auflage von einkommensabhängigen Tarifen, etwas mehr unterstützen. Dazu brauchen wir den Bund nicht.

Die Annahme dieses Bundesbeschlusses würde für die ausserfamiliäre Erziehung falsche Anreize schaffen und damit das Wohlergehen unserer Kinder schwächen.

Ein Staatsmann hat im Blick auf eine nationale Krise gesagt: „Gebt mir Mütter und ich gebe euch einen neuen Staat!“ Er hatte Recht! Der Bundesbeschluss über die staatliche Familienpolitik, der durch Gleichmacherei und unnötigen Perfektionismus Milliarden-Kosten auslösen würde, muss deshalb dringend abgelehnt werden!

Robert Rahm,
Hallau SH

 

28.02.2013 | 1564 Aufrufe