Mit einer gewaltigen Welle von Drohungen, Erpressungen, zusammengekleisterten Argumenten, «adaptierten» Statistiken usw. pflügt sich der Tanker der Nein-Parteien, Medien, Wirtschaftsverbänden durch das Meer der durch die enorme Zunahme der Zuwanderung aufgeschreckten Bevölkerung. Die Personen-Freizügigkeit wird als das wirtschaftliche Meisterwerk der Neuzeit zelebriert. Fakt ist aber, dass unser Bruttoinlandsprodukt seit deren Einführung nicht zugenommen hat. Zugenommen hat nur die Phantom-Wirtschaftstätigkeit, verursacht durch eben diese Zuwanderung.

Trotz anders lautender Voraussagen im seinerzeitigen Abstimmungsbüchlein sind die Einwanderungszahlen förmlich explodiert. Jahr für Jahr sind es netto 80‘000 Personen, was jährlich zwei neue Städte Chur und alle zweieinhalb Jahre einen neuen Kanton Graubünden bedeutet, die unser kleines, bereits übervölkertes Land resorbieren soll. Ein Ding der Unmöglichkeit, denn was heisst das in Zahlen? Eine Siedlungsfläche in der Grösse von 4448 Fussballfeldern, 34'500 Wohnungen, drei grosse Spitäler, 763 Ärzte allein im ambulanten Bereich, 600 Krankenpflegerinnen oder –pfleger, 35 Schulhäuser, 300 Schulklassen, 550 Lehrer, 42'000 Autos, 194 Millionen Personen-Bahnkilometer, = 790'000 mal die Strecke Zürich-Bern retour. 752 Millionen Personenkilometer im Auto, 623'400'000 kWh elektrische Energie, oder 20 Prozent der Leistung des AKW Mühleberg.

Der einfachste Bürger kann sich selber ausrechnen, dass der Personalbedarf vor allem durch die Zuwanderer begründet ist, denn bekanntlich benützen mehr Ausländer die Spitäler und Gefängnisse als deren 23-prozentiger Anteil an der Gesamtbevölkerung rechtfertigen würde. Nicht erwähnt sind die Tausende von Verwaltungsangestellten, welche die Flutwelle von Zuwanderern administrativ verarbeiten müssen.

Natürlich freut es die Arbeitgeber, wenn sie wie im Supermarkt die Besten und Billigsten auswählen können, deren Anwesenheitskosten die Schweizer Steuerzahler zu übernehmen haben. Natürlich freut es die Leute vom Bau, wenn laufend Wohnungen gebaut werden müssen oder die Läden, wo die 80'000 einkaufen, oft sogar noch mit unserem eigenen Geld, wenn man die rapide steigenden Sozialkosten praktisch in jeder Gemeinde verfolgt. Und trotz allen Argumenten beschwichtigt der Bundesrat erneut: «Es kommen weniger, sobald es Europa wieder besser geht.» Warum sollen wir das glauben? Den Schilderungen zufolge sollte es Europa dank dem 580 Millionen-Markt (Deiss) blendend gehen. Das gilt nur für Deutschland, das sich auf Grund des für sie viel zu billigen Euro als Export-Weltmeister aufspielt.

Wohl haben wir die kleinste Arbeitslosigkeit in Europa, was kein Trost ist, denn wir haben die höhere Arbeitslosigkeit als in früheren Rezessionen. Man beachte nur einmal die Firmen-Schliessungen und Entlassungen. Dieser Tatsache klar ins Auge sehend, müsste die Regierung (nicht eine Partei) unverzüglich die notwendigen Massnahmen ergreifen, um das Gleichgewicht wieder herzustellen und die Einwanderungspolitik selber bestimmen. Da ist der treue Dackelblick nach Brüssel nicht mehr gefragt, sondern in unserem Eigeninteresse zu handeln. Brüssel sollte man unter keinen Umständen à-Konto-Zugeständnisse machen oder uns von Vertragsbrechern (siehe Schengen-Katastrophe) einschüchtern lassen. Und niemand kann von uns verlangen, dass wir alle sieben Minuten widerstandslos einen Einbruch zu erdulden haben, zuzüglich die vielen andern Delikte.

Neuerdings stossen sich die Gegner der Masseneinwanderungs-Initiative an der Formulierung, dass Schweizer Vorrang haben sollen. Was denn sonst? Wir haben doch eine Regierung, die vorrangig für die Schweiz(er) handeln soll. Und Frage: Haben die «diskriminierten Aus/Inländer» seinerzeit nicht Schweizern die Arbeit weggenommen, weil sie billiger arbeiteten? Ganz gerissen machen es sich die SP und Gewerkschaften: Personenfreizügigkeit à la carte. Wohl für diese Personenfreizügigkeit, jedoch mit sogenannt flankierenden Massnahmen, d.h. Lohnschutz.

Mit gleichem Recht könnten die Unternehmen auch Preisschutz verlangen – insbesondere verbitten wir uns direkte Einmischungen und Drohungen eines Herrn Jones, der aus England stammt, wo über das gleiche Problem gestöhnt wird. Kann man einem Bundesrat noch glauben, welcher seit dem Beginn der Ausländer Invasion immer von Stabilisierung sprach. Besonders im Nachgang zur 18-Prozent-Initiative des heutigen nationalen FDP-Präsidenten, welcher inzwischen ein harscher Verteidiger der Personenfreizügigkeit geworden ist und sich nicht mehr am heutigen Anteil von über 23 Prozent stört. Das alles ist Schall und Rauch und eine Spiegelfechterei zu unsern Lasten.

Angesichts des Unterwerfungsdrangs unter Brüssels Fittiche und der schleichenden Preisgabe unserer Souveränität muss man die ketzerische Frage stellen, ob deren Promotoren diese Schweiz überhaupt verdienen. Hans Bühlmann Schönenwerd

14.01.2014 | 704 Aufrufe