Der Schutz des Lebens sowie die Sicherung unserer Sozialwerke gehören zu den wichtigsten Staatsaufgaben. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am 16. Dezember 2010 entschieden, dass es kein Menschenrecht auf Abtreibung gibt, weil auch das ungeborene Leben geschützt werden muss.

Mit der Behauptung, es gehe bei der Abtreibung um die «Selbstbestimmung der Frau», wird den Frauen neben den körperlichen und seelischen Folgen, auch noch die alleinige Verantwortung für die unterlassene Verhütung zugeschoben. Deshalb es nicht verwunderlich, dass zwei Drittel der 110‘000 Unterzeichner der Volksinitiative Frauen sind. Viele Familien können heute die ständig steigenden Krankenkassenprämien kaum mehr bezahlen, deshalb muss alles aus der Grundversicherung gestrichen werden, dass keine Krankheit ist.

Die Abtreibung kann mit der Zusatzversicherung abgedeckt werden. Eine umfangreiche Studie aus den USA zeigt, dass in denjenigen Staaten, wo die Abtreibung nicht mehr aus öffentlichen Geldern finanziert wird, dies zu deutlich verantwortungsbewussterem Sexualverhalten geführt hat. Die Zahl ungewollter Schwangerschaften und in der Folge die Zahl der Abtreibungen haben bis zu 8 Prozent abgenommen. Ein Ja zur «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» hilft der Sicherung unserer Sozialwerke und führt zu einem verantwortungsvolleren Umgang beider Geschlechter mit der Sexualität.

Peter Aebersold,
Zürich

 

30.01.2014 | 3195 Aufrufe