In der «Schweizerzeit» Nr. 9/2018 hat Hanspeter Amstutz die Zusammenhänge rund um die «neue Schule» gut verständlich dargestellt. Insbesondere hat er auf die grosse Verantwortung der Lehrerinnen und Lehrer hingewiesen, welche mit den neuen Methoden der «Kompetenzen» und des selbstgesteuerten Lernens gemäss Lehrplan 21 überfordert sind. Und wenn das Wasser bis zum Hals steht, wird halt gekündigt.

Auch die meisten Kinder sind mit dem «selbstorganisierten Lernen» überfordert – nur können sie nicht kündigen. In Deutschland wird schon seit einiger Zeit nach solchen Systemen unterrichtet – mit katastrophalen Folgen. Das Schulniveau ist in den meisten Bundesländern rapide gesunken. Aber in der Schweiz glaubt man noch an die verfehlten Theorien und bemüht sich, die Schulstrukturen des Nachbarlandes zu übernehmen. «Beruhigend» dabei ist ja immerhin, dass die Abiturquoten in Deutschland trotz allem enorm hoch bleiben.

Und wie wird dieses Kunststück fertiggebracht? Man senkt die Anforderungen immer mehr. So einfach ist das.

Hans-Peter Köhli, Zürich

31.05.2018 | 869 Aufrufe