Begrenzung der Einwanderung, wie in der «Spalte rechts» gefordert, genügt nicht. Wenn in Grossbritannien innerhalb eines Jahres 38'000 in Grossbritannien geborene ihre Stelle verlieren, gleichzeitig aber 289'000 Neueingewanderte Beschäftigung finden, so ist etwas grundlegend falsch – und zwar das Bildungssystem Grossbritanniens.

An der Wurzel der Unruhen liegen soziale Schichten, die über die Generationengrenzen langzeitig arbeitslos sind. Die jungen Leute sind beschäftigungs- und zukunftslos auf der Strasse sich selber überlassen und schliessen sich in Gangs zusammen, welche die Quartiere terrorisieren und im Drogenhandel tätig sind. Die andauernde Nivellierung der Schulen nach unten verunmöglicht vielen Schülern öffentlicher Schulen den Eintritt in eine höhere Ausbildung. Die Grammar Schools, welche Schüler auf Grund der Leistung und nicht der Finanzkraft der Eltern förderten, sind zugunsten von Gesasmtschulen aufgehoben worden. Eine Lehre kennt man in England nicht, weshalb der Hauseigentümer lieber einen ausgeblideten Mitteleuropäer anstelle eines ungenügend motivierten Briten engagiert.

Konsequenzen für die Schweiz: Niveau an den Schulen heben und die 16- bis 20-jährigen mittels Ausbildungsplätzen in den Arbeitsprozess integrieren und von der Strasse halten.

Dieter Schmid,
Steinmaur ZH

22.08.2011 | 1077 Aufrufe