Der Bundesrat hat mit seiner Propaganda für ein Ja zur Personenfreizügigkeit das Stimmvolk damals mit der Aussage geködert, dass maximal 8000 qualifizierte Personen einreisen würden. Nun wissen wir, dass seither die Einwanderungszahlen explodieren und nicht nur Qualifizierte kommen.

Jahr für Jahr sind es netto etwa 80‘000, was bildlich gesprochen bedeutet, dass jährlich zwei neue Städte Chur oder alle zweieinhalb Jahre ein neuer Kanton Graubünden in die Schweiz gesetzt wird. Was heisst das konkret für die Versorgung und die Infrastruktur? 80‘000 Einwanderer lösen jährlich folgende Bedürfnisse aus (Hochrechnung aus diversen öffentlichen Statistiken):

  • Eine Siedlungsfläche in der Grösse von 4448 Fussballfeldern (FIFA-Norm),
  • 34‘500 Wohnungen,
  • 3 grosse Spitäler,
  • 163 Ärzte allein im ambulanten Bereich,
  • 600 Krankenschwestern/-pfleger,
  • 35 Schulhäuser,
  • 300 Schulklassen,
  • 550 Lehrer,
  • 42‘000 Autos,
  • 194 Millionen Personenkilometer auf der Bahn (790‘000 mal die Strecke Zürich-Bern retour),
  • 752 Millionen Personenkilometer im Auto (zwei Millionen Mal die Strecke Genf-Romanshorn),
  • 623‘400‘000 kWh elektrische Energie oder zwanzig Prozent der Energie des Atomkraftwerkes Mühleberg.

Der Bundesrat beschwichtigt erneut: «Es kommen weniger, sobald es Europa wieder besser geht.» Warum sollen wir das glauben? Ich glaube, dass erst dann weniger kommen, wenn der Wohlstand in der Schweiz das Niveau von Bulgarien oder Rumänien erreicht hat, es sei denn, wir sagen am 9. Februar Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative.

Mario Cortesi
Chur

05.12.2013 | 3521 Aufrufe