Heirat beim Imam statt auf dem Zivilstandsamt – man hält es nicht für möglich: Jetzt kommen wieder sogenannte Experten – diesmal sind es Schweizer Rechtsprofessoren, von denen wohl kaum einer den Koran gelesen hat – und wollen uns die Wohltaten der Globalisierung weismachen: Islamisches Recht, ja, Polygamie, auch bei uns in Europa? Zum Schutz der Frau? Zur besseren Akzeptanz im eigenen Kulturkreis?

Und als krönenden Abschluss des ganzen Unsinns klingen sie nach: «Dies verbessere auch die Integration». Wie bitte? Solch abstruse Ideen sind ein Schlag ins Gesicht von mutigen Frauenrechtlerinnen in muslimischen Ländern, die seit Jahren für eine Besserstellung der Frauen und Mädchen im Islam kämpfen! Wie verlogen und heuchlerisch das Ganze doch ist. Statt Tausende von Zwangsehen und sogar Ehrenmorde in Europa wirksam zu bekämpfen – indem man von allen Immigranten fordert, dass sie sich vorbehaltlos dem hier geltenden Recht unterordnen, will man der menschenverachtenden Scharia die Tür einen Spalt öffnen. Dabei ständig von Integration zu schwafeln, wird zunehmend lästig und ist einfach nur peinlich.

Solch kriecherisches Dhimmi-Verhalten nervt jeden vernünftig denkenden Menschen, denn wem unser «christlich geprägtes Familienrecht» nicht passt, hat jederzeit und unbehelligt die Möglichkeit, in ein anderes Land umzuziehen. Im Gegensatz etwa zu Grossbritannien, wo es bereits 85 Scharia-Gerichte gibt, lassen wir uns in der Schweiz von keinen Experten vorschreiben, welche Sonderrechte zugewanderten Leuten aus rückständigen Kulturkreisen zuzugestehen sind.

Dr. Wolfgang Hebeisen,
Villars-sur-Glâne FR

 

16.08.2011 | 1399 Aufrufe