Zum Buch von Andrea Hämmerle.

Zwei haben es auf den Punkt gebracht: Viktor Giacobbo in seiner Sonntagabend-Sendung zu Andrea Hämmerle: «Sie haben schlicht intrigiert, Sie sind ein Intrigant». Und Redaktor Martin Senti in der NZZ zum Buch von Andrea Hämmerle, in dem dieser seine Intrigengeschichte schönzuschreiben versucht: «Nur ein Politiker kann einen so schwulstig-verklärten Unsinn über einen Politiker schreiben. Wider besseres Wissen natürlich», schreibt Martin Senti.

So ist es halt, wenn sich zwei mit dem gleichen Ziel treffen: Der eine, um einen ungeliebten Bundesrat aus dem Amt zu hebeln, die andere, um diesen Sitz zu beerben. Bei den Intrigenspielen solcher Politiker heiligt der Zweck alle Mittel. Verloren geht die Glaubwürdigkeit. Hier der intrigante rote Schlossherr, dort die nur dem Eigennutz verpflichtete Politikerin, der zur Wiederwahl wiederum alle Mittel recht sind.

Gigi M. Sutter,
Zürich und Malans GR

 

22.11.2011 | 1683 Aufrufe