Ich staunte als ich aus den elektronischen Medien – sprich Regionaljournale aus allen Kantonen im Schweizer Radio –unglaubliche Nachrichten hörte: Alleine der Kanton Baselland schreibe für das Jahr 2014 ein Defizit von unglaublichen CHF 917'000'000.-- wegen der Sanierung der Pensionskasse des Kantons! Ohne das Pensionskassendebakel wäre das Defizit des Kantons Baselland für das Jahr 2014 mit CHF. 23'000'000.-- budgetiert, wird unter anderem berichtet und kommentiert!

Warum zieht man erneut, wie in anderen Kantonen, die verantwortlichen Pensionskassenverwalter sowie auch die Revisionsgesellschaft und deren Prüfer nicht vor den Richter und zur Verantwortung, wegen Misswirtschaft und äusserst fahrlässiger Veruntreuung und Verwaltung sowie Überwachung von Geldern der 2. Säule A von hunderten von Kantons- respektive Staatsangestellten? Die Börsen notieren seit Jahren von einer Sitzung zur andern fast nur steigende Kursen und Höchstindexstände. Wie aber ist das Desaster der Pensionskasse unter diesen Voraussetzungen möglich? Und wie und mit was wurde das viele, viele Geld verspekuliert respektive verwendet? Viele Baselländer erwarten sicher gelegentlich eine ausführliche und detaillierte Stellungnahme seitens der kantonalen Finanzdirektion, Behörden und verantwortlichen Pensionskassenverwalter sowie Portfoliomanager. Einmal mehr muss mehrheitlich wieder der kleine Lohnempfänger höhere Steuern bezahlen – und erst noch im Pensions- respektive Rentenalter mit einer niedrigen Rente bluten. Den Verantwortlichen des Desasters wird nichts geschehen. Das heisst: Unsere Justiz und der Rechtsstaat wird auch in dieser Hinsicht einmal mehr zu Grabe getragen. Der politische Filz lässt grüssen.

Moritz Schriber
Emmen

03.10.2013 | 2084 Aufrufe