Mit einem offenen Brief an die Kreuzlinger Behörden (Staatsanwaltschaft, Stadtpolizei) wehrt sich Rudolf Zünd aus Triesen (FL) gegen eine Busse:

Sehr geehrte Damen und Herren

Zunächst möchte ich Ihnen zur Kenntnis bringen, dass ich die oben erwähnte Rechnung 20133d 8585 über 140 Franken begleichen werde, obwohl ich meinen BMW FL 10155 nicht im Hafenareal parkiert habe! Hierin lag auch der Grund für die Retournierung Ihrer Verfügung, unter Bezugnahme auf das mir von Gesetzes wegen zustehende Zeugnisverweigerungsrecht. Damit dürfte Ihnen auch klar sein, dass Sie mit meiner Person schlicht den «Falschen» gebüsst haben!

In einem Parallelfall wurde von der zuständigen Schweizerbehörde die Liechtensteinische Rechtshilfe in Anspruch genommen, welche mir versicherte, sie werde den Betrag von 40 Franken anonym überweisen, was ich als ebenso fair wie anständig empfand und die Rechnung deshalb auf der Stelle bezahlte. Leider habe ich aber erst später, nachdem die Busse um 250 Prozent erhöht und mir gleichzeitig eine Haftstrafe angedroht worden war, davon erfahren, dass sich Ihr Kanton – im Gegensatz zur Mehrzahl der übrigen Stände – von dieser Regelung distanziert hatte. Für so viel Rücksichtslosigkeit Ihrerseits fehlt mir allerdings jegliches Verständnis, weshalb ich die wenig erfreuliche Korrespondenz möglichst vielen Medien zur Veröffentlichung zustellen werde.

Dies vor allem deswegen, weil die Verhältnismässigkeit bei der vorliegenden, wirklich lapidaren Übertretung nicht nur als massiv überstrapaziert, sondern im Vergleich zum nachstehend beschriebenen Fall als respektlose Desavouierung der eigenen Landsleute bezeichnet werden muss! So wurde ein eingewanderter Afrikaner von einem Zürcher Polizisten in flagranti bei einem Drogendeal ertappt. Er forderte ihn auf, ihn auf die Wache zu begleiten, worauf er ihm ins Gesicht spuckte. Aus Angst vor einer möglichen Entlassung unterliess er es leider, diesem unerzogenen Bengel links und rechts eine heftige Watsche ( man merke sich: keine gehörschädigende Ohrfeige!) zu verabreichen, die er nie mehr hätte vergessen können!

Doch was passierte nach erfolgter Einvernahme? Man nahm dort seine Personalien auf, um ihn danach wieder auf freien Fuss zu setzen. Jedermann kann sich lebhaft vorstellen, dass sich seine das Gastrecht ebenfalls sträflich miss achtenden kriminellen Freunde derselben Methoden bedienen werden, womit sich die bereits über sieben Milliarden Asylantenkosten bald mal der Zehn-Milliardengrenze nähern dürften! Solch wirksame Strafen erfordern aber eine möglichst baldige Gesetzesänderung, welche den Bau neuer Zuchthäuser sowie die stets steigende Aufstockung des Beamtentums erübrigte!

Mit solchen den enttäuschten Bürgern dienenden Bemühungen könnten Sie sich, meine sehr verehrten Herren, schon allein der sinkenden Kosten wegen, bei den allgemein geplagten Steuerzahlern wieder etwas beliebter machen, während Sie sich heute vor allem als unterwürfige Busseneintreiber in zig-Millionenhöhe profilieren müssen!

Davon ausgehend, dass Ihnen die stets steigende Anzahl ähnlicher Vorfälle in unserm einst vorbildlichen Rechtsstaat bekannt sein dürften, wäre es sicher an gezeigt, wenn Sie sich für die vor zwei Jahren vom Volk beschlossene Auswei sung krimineller Asylanten einsetzen würden. Wenn diesbezüglich nicht bald konkrete Massnahmen eingeleitet werden, besteht meiner Ansicht nach keine Hoffnung mehr, die Kriminalität je wieder in den Griff zu bekommen.

Mit bestem Dank im Voraus für Ihre allfälligen Bemühungen und freundlichen Grüssen

Ruedi Zünd,
Triesen

03.07.2013 | 3023 Aufrufe