Nachruf

(3. September 1920 bis 5. Februar 2016)

Von seinen vielen Freunden während Jahrzehnten immer HaGe genannt, ist Prof. Hans-Georg Bandi Anfang Februar im hohen Alter von über 95 Jahren gestorben.

HaGe Bandi, international hochgeschätzter Archäologe, war ein langjähriger enger Freund und Begleiter der «Schweizerzeit» – in früheren Jahren oft auch als Korrespondent.

Bleibende Verdienste erwarb sich HaGe Bandi – Offizier vom Scheitel bis zur Sohle – als treibende Kraft der «Interessengemeinschaft Schweiz-Zweiter Weltkrieg» – jener Organisation, die dem einseitigen Bergier-Bericht entschieden entgegentrat, als dieser die Schweiz ungerechtfertigt für ihre erfolgreiche Politik der Selbstbehauptung dem Nazireich gegenüber auf die Anklagebank zu setzen versuchte. HaGe Bandi kritisierte scharf, dass die Ideologen der Bergier-Kommission den Zeitzeugen des Weltkriegsgeschehens stur das Gespräch verweigerten. Er sorgte – zusammen mit Nationalrat Luzi Stamm, alt Stadtpräsident und Nationalrat Sigmund Widmer und anderen – dass wichtige Tatsachen, die Bergiers Leute zu verdrängen versuchten, im Bewusstsein der Öffentlichkeit verblieben. HaGe mobilisierte Persönlichkeiten wie alt Bundesrat Hans Schaffner, die ehemalige US-Botschafterin in Bern Faith Whittlesey und andere, welche dem damaligen Widerstandswillen der Schweizer den Respekt zu bewahren verstanden.

HaGe Bandi hat sich mit seinem Einsatz für die Schweiz hohen Respekt erworben. Das Vaterland bleibt ihm dafür zu grossem Dank verpflichtet.

Ulrich Schlüer