Das SP-Parteiprogramm verspricht uns das Schlaraffenland. Eine neue Gesellschaft – alles wird gleich geschaltet, vereinheitlicht, uniformiert, koordiniert und zentralisiert. Gier, Neid, Hass, Krieg, Klimaerwärmung, Umweltbelastungen und freie Marktwirtschaft verschwinden. Alles ist besser, gerechter, friedlicher und demokratischer.

Es gibt keine Armen, keine Reichen mehr – paradiesische Zustände herrschen. Wer Lust hat zu arbeiten, der arbeitet und verteilt das Zuviel an die andern. Der vollkommene und genügsame Mensch ist in Sicht. Einen ehemaligen Bundesrat haben wir jetzt seit ein paar Monaten als Vorbild. Links gehen – rechts kassieren!

Ähnliche Parteiprogramme wie sie die SP vorschlägt, habe ich schon um 1960 gelesen. Wo sind die Staaten geblieben, die ein solches "Parteiprogramm" als Basis hatten? In der Bundesverfassung hiesse es dann: Die Schweizerische Eidgenossenschaft ist ein sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern. Sie ist die politische Organisation der Werktätigen in Stadt und Land unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer sozialdemokratischen Partei.

Die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ist für immer beseitigt. Was des Volkes Hände schaffen, ist des Volkes eigen. Die Schweizerische Eidgenossenschaft fördert und schützt die sozialistische Kultur, die dem Frieden, dem Humanismus und der Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft dient. Sie bekämpft die imperialistische Unkultur, die der psychologischen Kriegführung und der Herabwürdigung des Menschen dient. Das einheitliche Sozialistische Bildungssystem gewährleistet jedem Bürger eine kontinuierliche sozialistische Erziehung zum Kopfnicken, zur Bildung und Weiterbildung. Sozialdemokratisches Gefasel von der Chancengleichheit, der Flachwalzerpolitik.

Wehret den Anfängen! Irren ist menschlich, aber immer irren ist sozialdemokratisch!

Leserbrief von Peter Küng,
Ormalingen BL

 

27.01.2011 | 1406 Aufrufe