Unser Asylwesen ist ausser Rand und Band. Dies zeigt alleine schon die Tatsache, dass über immer neuere Formen der Unterbringung von Asylanten in den Schweizer Medienblättern zu lesen ist. Es werden ganze Zeltlager errichtet und Spitäler gefüllt, nur damit man die Massen an herannahenden Asylanten auch ja beherbergen kann.

Vor ein paar Tagen beklagte sich eine Ausbildungsverantwortliche der Pfadi Schweiz über fehlende Militärblachen. Seit einem Jahr gibt es pro Lagerteilnehmer nur noch eine statt wie bisher zwei Blachen. Und die Erklärung der Logistikbasis in Thun darauf: «1000 Blachen seien gemäss Schätzungen pro Jahr verfault». Und dies seit dem Jahre 2008. Welch Wahnsinn, welch Hohn! Als ehemaliger Pfadfinder kann ich ab solch grotesken und beschämenden Erklärungsversuchen nur noch den Kopf schütteln. Für das eigene Volk findet man keinen Ersatz, aber für Asylanten, welche grösstenteils nur aus wirtschaftlichen Gründen in die Schweiz einreisen, kann man plötzlich Zelte in so guter Anzahl und Qualität zur Verfügung stellen, von welchen Lagerteilnehmer aus der Pfadi und
anderen Jugendverbänden nur träumen können. Schöne neue Welt!

Bernhard Diethelm,
Vorderthal

 

26.08.2015 | 2083 Aufrufe