Kommunismus und Sozialismus haben nachweislich versagt. Heute droht die übertriebene Globalisierung auch die verbleibende gute Seite des Kapitalismus, die soziale Marktwirtschaft, kaputt zu machen. Unser Planet ist zu klein für noch mehr Globalisierung.

Dank moderner, elektronischer Kommunikation ist aus unserm Planet  ein “Dorf“ geworden. Im Dorf regierten früher vielfach der Lehrer und der Pfarrer. Es soll vorgekommen sein, dass selbst der Dorfpräsident weder lesen noch schreiben konnte. Im modernen Dorf-Planet regieren die grossen und starken, etwa Nestlé, Danone oder Kraft im Lebensmittelsektor, oder Novartis, Merk oder Smith-Klein im Pharma und Chemie-Markt und so weiter. Denn diese können weltmarktpolitisch „Lesen und Schreiben“. Die demokratisch gewählten Behörden müssen sich gezwungenermassen diesen starken Gebilden unterordnen. Diese Grosskonzerne verfügen über mehr finanzielle Mittel als die einzelnen Staaten.

Aber auch die EU ist ein globalisiertes Produkt, auch hier befehlen die Starken, heute Deutschland und Grossmaul Frankreich. Auf was das alles hinausläuft, möchte ich mit einem übertriebenen Beispiel darstellen:

Globalisierung, vereinfacht ausgedrückt,  ist, wenn am Schluss alle auf der Welt benötigten Bleistifte in einer einzigen Jumbo-Fabrik fast ohne Menschen hergestellt werden. Die Bleistifte kosten dann nur noch einen Bruchteil des heutigen Preises. Aber die dann arbeitslosen Massen werden kein Geld haben, um diese billigen Bleistifte zu kaufen. Deshalb geht die Jumbo-Bleistift-Fabrik Konkurs, die Manager verabschieden sich mit Millionen Abgangs-Entschädigungen, der Staat muss die Ruine entsorgen und für die Arbeitslosen sorgen. Die Menschen schreiben dann wieder mit einem Federkiel. So dreht sich das Rad der Zeit, das Rad der Globalisierung, rückwärts.  -  Sie meinen das sei übertrieben. Mag sein, aber es wäre schon schlimm genug, wenn nur ein kleiner Teil davon sich bewahrheiten würde.

Karl Heinen,
Wädenswil ZH

 

06.04.2011 | 1394 Aufrufe