Am 21. September folgten mehrere Tausend Mitglieder dem Aufruf des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zu einer Demo in Bern. Sie demonstrierten gegen Lohndumping und Rentenklau. Solche Demos sind verständlich, denn Gewerkschaftsfunktionäre leben von den Beiträgen ihrer Mitglieder. Folglich müssen sie permanent lamentieren und immer neue Forderungen aufstellen. Sonst wären sie für ihre Mitglieder nicht mehr attraktiv. Es käme zu Austritten und damit zu finanzielle Einbussen.

Fakt ist zwar, dass die Schweiz bezüglich Lohnniveau und Lebensstandard einen Spitzenplatz einnimmt, was die Gewerkschaften natürlich nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Sie könnten aber das Problem des von ihnen herbeigeredeten Lohndumpings in Eigenregie lösen: Indem sie ihr geballtes Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge nutzen und eigene Firmen gründen. Natürlich nur solche, in denen Spitzenlöhne und alle von ihnen geforderten sozialen Errungenschaften selbstverständlich sind. Und die dank topmotovierten Mitarbeitern erzielten Riesengewinne? Die würden dazu führen, dass die Gewerkschaften nicht nur ewig fordern, sondern zum Nutzen aller selber auch kräftig Steuern zahlen.

Otto Weiersmüller
Uetikon ZH

07.11.2013 | 995 Aufrufe