Die Schweizer FDP-Präsidentin machte doch tatsächlich «mangelnde Sprachvermittlung an junge Ausländer» mitverantwortlich für deren notorische Wochenend-Saubannerzüge. Lehrer hätten also Mitschuld, wenn Schlägerpack Sanitäter, Feuerwehrleute und Polizisten angreift. Und mangelhaft vermitteltes Deutsch verwehre diesen Krawallanten – müssen sie verletzt ins Spital eingeliefert werden – die Einsicht, dass dem pflegenden Personal nicht unter die Röcke gegriffen werden darf (wie das zu Zürich passiert ist) …

Kommentar «Spalte rechts», Ausgabe vom 31. August 2018

Feigheit der für die Aufrechterhaltung der Rechtsordnung verantwortlichen Politiker, nicht fehlende Gesetze sind schuld an der Verluderung unserer Rechtsordnung.

Was wäre konkret zu tun? Die Polizei muss umgehend verstärkt werden mit Hundeführer-Detachements mit sorgfältig trainierten Diensthunden. Das wäre wirksame Prävention! Die Täter müssen gefasst und unmissverständlich bestraft werden. Wer einen Polzisten, Sanitäter oder Feuerwehrmann – die Garanten der Rechtsordnung – tätlich angreift, muss zwingend eine unbedingte Freiheitsstrafe fassen. Ausländische Täter sind – ohne je über «Härtefälle» zu lamentieren – nach Strafverbüssung unverzüglich auszuweisen. Richter, welche deren Ausweisung hintertreiben, müssten namentlich verantwortlich gemacht werden für strafbare Folgetaten der Hierbehaltenen.

Spürbar präventive Wirkung hätte die Befolgung einer polizeilichen Praxis, die gesetzlich längst möglich ist: Wenn sich eine angriffslustige Horde für Attacken auf Ordnungskräfte zusammenrottet, müsste sie – von Polizeieinheiten mit Hunden – eingekreist und rasch gesamthaft festgenommen werden. Der Spielraum von 48 Stunden bis zur Anklageerhebung oder Freilassung müsste danach voll genutzt werden: Die in Gewahrsam Genommenen müssten somit am Montag an ihrer Lehrstelle, in der Schule fehlen. Und sich danach persönlich – nicht aus einer Horde heraus – vor Lehrmeistern oder Schulleitern für ihre Untaten rechtfertigen. Das wäre ein «Lehrblätz»!

Es fehlt nicht an Gesetzen. Es fehlt am Mut von Gewählten, die sich allzu oft allein auf das Erfinden von Ausreden für ihr Nichtstun konzentrieren. Als Versager müssen sie abgewählt werden. Auch jene, die mangelnde Sprachvermittlung beschwören, um skrupellose Gewalttäter zumindest teilweise zu entlasten.

Ulrich Schlüer

30.08.2018 | 1146 Aufrufe