Es wird behauptet, die Personenfreizügigkeit sei nötig, um in der Schweiz Fachpersonal zu erhalten. Das ist falsch: Als ich zur Zeit der Kontingentierung mangels Bewerbung einer geeigneten inländischen Fachkraft eine ausländische Bewerberin engagieren wollte, erhielt ich ohne grosse administrative Umtriebe die entsprechende Bewilligung. Das wird so bleiben, auch wenn die Einwanderungs-Initiative der SVP angenommen wird.

Eine unbeschränkte Personenfreizügigkeit bringt der Wirtschaft natürlich ein grosses Salär reduzierendes Angebot an Stellensuchenden und volle Handlungsfreiheit. Wenn die Wirtschaft aber auch das Gesamtinteresse von Volk und Land im Auge hat, muss sie die niedrig zu haltenden Umtriebe, welche Kontingentierungs-Massnahmen mit sich bringen, in Kauf nehmen.

Die Erhaltung schweizerischer Eigenständigkeit – unversehrte Landschaft, Wohlfahrt, statt nur Wohlstand – ist doch etwas Mühe wert! «Sollen Apfelbäume gefällt werden, damit man überbauen kann?» fragte sich alt Bundesrat Blocher an einer Veranstaltung im Blick auf ein Plakat. Weil wir grössere Kunden als Lieferanten der EU sind und die EU wohl mehr als wir an den Bilateralen Verträgen interessiert ist, wird sie zu Verhandlungen bereit sein, um das Problem der Personenfreizügigkeit zu lösen, welches ja auch in der EU aktuell ist. Darum müssen wir doch der Masslosigkeit mit einem Ja zur Einwanderungs-Initiative entgegenwirken.

Emil Rahm,
Hallau

 

30.01.2014 | 719 Aufrufe