Verstehen Durchschnittsbürger das neu eingeführte Wort «Gender»? Zum besprochenen Thema hätte die Überschrift: «Frauen-Quoten bergen Vor- und Nachteile» vollkommen genügt. Denn schon im Zusammenhang mit der sexuellen Frühaufklärung im Kindergarten wurde Gender kritisch erwähnt. Es wäre sinnvoll dieses nebulöse Modewort öffentlich zu erklären, denn es ist weder im Fremdwörter Duden noch im Brockhaus zu finden und selbst bei Google ist es in der deutschen Rechtschreibeunterstützung noch unbekannt. Daher kann mit Gender die Einführung einer neuen, noch nicht ausgereiften Lebensphilosophie getarnt werden.

lm Webster Concise Dictionary 1997 wird Gender wie folgt vorgestellt: «1 Gram. In many languages, a grammatical designation of nouns and pronouns governing the form assumed by the words which modify or refer to them. 2 Any one of these designations, esp, masculine, femiunine, or neuter. 3 lnformal Sex.»

Wer sich bei Google informiert wird fündig; Gender Initiantin ist die in Cleveland (USA) 1956 geborene Judith Butler. Ab 1988 beschäftigt sie sich mit feministischer Theorie. Von ihr stammt folgendes: «Gender is more what we do than what we are, es ist also nicht so, dass ein inneres Geschlecht unser Vergeschlechtliches Tun beeinflusst, sondern vergeschlechtlichtes Tun formt das Geschlecht» (Ende Zitat).

Seit 1998 hat Judith Butler einen Lehrstuhl an der Berkeley Universität in Kalifornien. lm NZZ Beitrag war zu lesen: «Unabhängig von der moralischen Diskussion, auf die wir an dieser Stelle nicht eintreten, liefern wissenschaftliche Erkenntnisse...». Die moralische Schatten­seite von Gender verdient rechtzeitig weiten Kreisen bewusst zu werden. Solange die Kalifornische Filmindustrie mit Google und Pornoseiten deren Gender Produkte weltweit kostenlos ins Haus liefert, werden die Friedensbemühungen der USA beim lslam nicht fruchten. Jeder Mensch darf sich als Gottlos bekennen aber damit drahtlos weltweit zu missionieren, weckt den Verdacht, dass eine neue Weltreligion entstehen soll, vergleichbar mit jener des alten Rom.

Peter Baumgartner,
Langenthal

15.06.2013 | 2129 Aufrufe