Draghi ist mit seinen Zaubereien am Ende

Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), hat mittels Druckerpresse Milliarden, ja weit über eine Billion Euro auf die EU-Finanzmärkte geworfen. Trotzdem geraten die Euro-Staaten immer tiefer in die Krise. Draghi ist gescheitert. 

Newsletter "Goldstück" von alt Nationalrat Ulrich Schlüer

In Südeuropa – in Griechenland, Italien, Spanien, Portugal – stehen nach wie vor um die 25 Prozent der Arbeitsfähigen auf der Strasse – arbeitslos! Die Jgendarbeitslosigkeit – in einzelnen Euro-Südländern steht sie bei sechzig Prozent – setzt Millionen Jugendliche weiterhin trostlosen Zukunftserwartungen aus. Die Unruhe in der Bevölkerung nimmt zu. 

Marktuntauglicher Euro

Der Euro beweist seine Marktuntauglichkeit täglich aufs Neue: Für die leistungsfähigen Nordländer ist er zu schwach. Deutschland wird – obwohl neuerdings auch mit Wirtschaftsstagnation konfrontiert – laufend Exportweltmeister, muss aber mehr als den ganzen Erlös aus diesen Erfolgen zur Stopfung von Schuldenlöchern im Süden hergeben. Für die leistungsschwachen Südländer ist die gleiche Währung viel zu stark – also Verursacherin bitterer, um sich greifender Armut. Und im viel zu eng geschnürten Korsett der Einheitswährung ist diesen Ländern Abwertung – und damit Rückkehr zur Konkurrenzfähigkeit – verwehrt. Die Krise wuchert. Hexenmeister Draghi ist ratlos.

Rabiat und eigenmächtig hat er die «Zinsnullung» durchgesetzt – und damit Millionen Sparer um die Früchte ihrer der Selbstverantwortung verpflichteten Disziplin gebracht. Auch deren Wut nimmt verständlicherweise zu. Zumal Draghis Raubzug zu Lasten der Sparer rein gar nichts an Wirtschaftsaufschwung auszulösen vermocht hat. Inzwischen fast bei Zinssatz Null angelangt, findet sich selbst in Draghis Giftküche kein Rezept für «Zins-Unternullung». Entsprechend ratlos sind EZB und EU. Der Euro steht erneut am Abgrund.

Schulden mit Schulden bekämpfen?

Präsident Hollande, der Frankreich vollends ins Desaster geritten hat, ernennt sich neuerdings zum Wortführer derer, die dem «Sparkurs» die Schuld am Euro-Desaster geben. Es müssten jetzt endlich, woher auch immer, Investitionen getätigt werden. Das Rezept, einer Überschuldungskrise mit neuer Milliardenverschuldung beikommen zu wollen, ist so alt und wirkungslos wie der Glaube an den allsorgenden, jederzeit ausbeutbaren Staat.

In Wahrheit ist, seit die Euro-Krise ausgebrochen ist, nirgends in der EU auch nur ansatzweise gespart worden. Ganz im Gegenteil: Sowohl die Ausgaben als auch die Schulden steigen in nahezu allen EU-Ländern weiter an – nicht zögerlich, massiv! Nur skrupellose Lügner können angesichts der vorliegenden Zahlen noch von stattgefundener, angeblich nicht verkraftbarer «Sparpolitik» daherfaseln.

Und jetzt wollen diese auf ihren Schuldenlöchern brütenden Lügner auch noch einen Krieg – gegen Russland – vom Zaum reissen…

Die Investoren glauben den Brüsseler Zauberlehrlingen schon lange nicht mehr. Rendite versprechen Investitionen im stürmisch wachsenden Fernen Osten. Nicht aber in dem im Schuldensumpf buchstäblich ersaufenden Euro-Raum. Die Euro-Zone ist mit ihrem Ruin konfrontiert. Ihre «Lenker» haben ihn verschuldet.

Wie reagiert die Schweiz?

Was unternimmt angesichts solch nicht mehr zu verbergender Krisenverschärfung die Schweiz? Was unternimmt die für die Stabilität des Schweizer Frankens verantwortliche Schweizerische Nationalbank? Deren oberster Chef, Thomas Jordan, gibt sich sorgenvoll, beschönigt die sich in Europa deutlich verschärfenden Schwierigkeiten nicht. Schon deshalb nicht, weil neuerdings auch Deutschland, seit Jahren die Wirtschaftslokomotive der EU, Wachstumseinbussen verzeichnet. Das wird auch die Schweiz treffen.

Wie ist der Krise zu begegnen? Aus der Bankenkrise wurde immerhin eine – von niemandem ernsthaft bestrittene – Erfahrung verinnerlicht: Wer riskant handelt, muss über ausreichende Eigenmittel verfügen. Niemand hat nachdrücklicher als die Nationalbank die Geschäftsbanken dazu angehalten, sich deutlich höhere Eigenmittel zuzulegen. 

Nationalbank auf Gegenkurs

Was aber unternimmt die Nationalbank selber? Sie bläht ihre Bilanz auf, wie keine Bank hierzulande ihre Bilanz je aufgebläht hat. Womit? Mit maroden Fremdwährungen – resultierend aus Stützungskäufen in dreistelliger Milliardenhöhe. 

Und jetzt – man traut seinen Ohren kaum – spricht der Nationalbank-Präsident davon, den Mindestkurs des Euro durch weitere Milliarden-Käufe auf Fr. 1.25 zu stemmen. Es sollen schlechtem Geld – also dem Euro, von dem niemand weiss, ob er in fünf Jahren überhaupt noch existiert – weitere gute, solide Schweizer Franken in dreistelliger Milliardenhöhe in bodenlose Schuldenlöcher nachgeworfen werden…

Während die Nationalbank von den Geschäftsbanken verlangt, sich mit gegenüber früher weit höheren, qualitativ guten, also werthaltigen Eigenmitteln auf kommende Krisenzeiten zu wappnen, begegnet die SNB selber dieser Krise mit gefährlichst aufgeblähter Bilanz, bestehend vor allem aus maroden Euros – in dreistelliger Milliardenhöhe.

Man müsse, erfährt man von der Nationalbank-Spitze, unbedingt Inflation erreichen. Warum dies? Warum verschweigt man, dass damit die Sparer, die Rentner, die Pensionsberechtigten regelrecht ausgeplündert werden? Mit dem Ziel, die an der masslosen Überschuldung in EU und USA Schuldigen der Schlinge zu entziehen, die bereits über ihren Häuptern schwebt?

Gold-Initiative ermöglicht Weichenstellung

Am 30. November dieses Jahres kann der Souverän Gegensteuer geben: Mit Annahme der Gold-Initiative kann er die Nationalbank zwingen, ausreichend werthaltige Reserven anzulegen. Wenigstens zwanzig Prozent aller Nationalbank-Aktiven müssen gemäss dieser Initiative in Gold gehalten werden. Damit würde das Fundament unserer Währung, des Schweizer Frankens, zweifellos vor dem Niedergang, der insbesondere dem Euro droht, geschützt.

Interventionsfähigkeit dank solider Reserven

Mario Draghi zeigt heute, wohin eine Zentralbank gerät, wenn sie – ohne werthaltige Reserven – bis ad adsurdum einfach Geld per Druckerpresse produziert und auf den Markt schleudert. Sie erreicht nur eines: Sie wird weltweit als unglaubwürdig, als unsolide, als hochstaplerisch eingeschätzt. 

Wer glaubwürdig intervenieren will, wer als Intervenierender ernst genommen werden will, auf dass seine Intervention auch Wirkung erzeugt, der muss in erster Linie auf solide Reserven setzen. Andernfalls – das ist die Lehre aus dem Scheitern Draghis – verpuffen alle Androhungen, alle Ermahnungen ohne Wirkung.

Die Zentralbanken der Fernost-Länder kaufen Gold. Die Nationalbank orientiert sich noch immer am Euro.

Wem die Stabilität des Frankens, die Substanz der eigenen Währung lieb ist, der zwingt die Nationalbank am 30. November, von ihrer Fixierung auf den maroden Euro endlich abzukommen und stattdessen – am Beispiel der erfolgreichen Fernost-Länder orientiert – genügend werthaltige, solide Reserven – also Goldreserven – zu äufnen, zu halten und zu pflegen. 

Nur solche Währungspolitik, nur ein klares Ja zur Gold-Initiative verspricht dem Land, seinen Bewohnern und seiner Wirtschaft Krisenresistenz.


Der Newsletter «Goldstück» wird herausgegeben vom Komitee «Ja zur Goldinitiative – Rettet unser Schweizer Gold», Postfach 23, 8416 Flaach
www.goldinitiative.ch – info@gesunde-waehrung.ch

 

Symbolbild von tokamuwi / pixelio.de

 

05.09.2014 | 6722 Aufrufe