Ich möchte nicht wissen, was man mir antworten würde, wenn ich bei einer Stellenbewerbung andeuten würde, dass ich wegen eines Korruptionsverdachts beim bisherigen Arbeitgeber den Hut nehmen musste. Ich hätte wohl schon vor dem eigentlichen Evaluationsprozedere den Schuh im Hintern.

Doch beim «neuen» Sulzer-Management scheint eine derartige Negativ-Referenz noch als Karrierevorteil zu gelten. Apokalyptische Zeiten! Haben wir eigentlich keine eigenen Schweizer Fachkräfte mehr zur Auswahl, dass wir alles und jeden aus Deutschland importieren?

Und was nützt es Sulzer, wenn Herr Stahlmann ausgewiesene Erfahrungen in Diesel- und Pumpengeschäft vorweist? Hat das «neue» Sulzer-Management bereits vergessen, dass es diese ehemaligen Flaggschiff-Bereiche (Schiffsdiesel und Pumpen) höchstselbst verkauft und ausgelagert hat?

Hier kann man wohl nur noch beten: «Herr vergib ihnen, denn sie wissen (schon lange nicht mehr) was sie tun»!

Wolfgang Bauer,
Winterthur ZH

22.02.2012 | 1273 Aufrufe