Gemäss der EU-Feuerwaffenrichtlinie gibt es eine neue Definition bei den Feuerwaffen-Kategorien: Alle Halbautomaten werden von der Kategorie B (erlaubte Waffen) in die Kategorie A (verbotene Waffen) verschoben. Das bedeutet, dass die Sturmgewehre 57 und 90 (nach absolvierter Wehrpflicht) verboten sind und dass für diese Waffen eine Ausnahmebewilligung eingeholt werden muss. Die Bedingungen zum Erwerb einer Ausnahmebewilligung sind aber nicht klar geregelt. Der Bundesrat will diese Waffen neu zu «verbotenen Waffen» erklären. Das ist ein Skandal.

Die Fedpol-Chefin, Frau Della Valle, betont, es gehe um einen «rein technischen Entscheid». In Tat und Wahrheit geht es um eine Umkehrung bisherigen Rechts: Ein Vollzugsbeamter erteilt künftig Ausnahmebewilligungen – 
gegen Gebühr natürlich. Man spricht von 300 Franken pro Gesuch. Der verantwortungsvolle Wehrpflichtige, Schütze, Jäger und Waffenbesitzer ist also nicht mehr «normal», sondern ein Ausnahmefall, dem man misstraut. 


Damit wird das Ende unserer freiheitlichen Waffen-tradition eingeläutet. Mit lächerlichen Bedingungen wie einer Vereinsmitgliedschaft und dergleichen will man Schützen und Bürger gefügig machen und letztlich entwaffnen. Wir sind alarmiert. Unterstützen auch Sie das Referendum!

Erich Hess und Thomas Fuchs, Bern

13.11.2017 | 11850 Aufrufe