Der ursprüngliche Vorschlag FABI des Bundesrates war es, den Schienenverkehr um 3,5 Milliarden Franken auszubauen. Als das FABI ins Parlament gelangte, wurde dieses von den Parlamentariern mit allen Sonderwünschen vollgepackt und auf masslose 6,5 Milliarden Franken aufgebläht.

Nein, zu einem solchen masslosen Sonderwunschkatalog, der von uns allen mitfinanziert werden soll:

  1. Der steuerliche Pendlerabzug soll auf 3000 Franken beschränkt werden. Diese indirekte Steuererhöhung trifft sehr viele Pendler, deshalb Nein.
  2. Die Mehrwertsteuer soll um 0.1 Porzent erhöht werden. Schon wieder eine Mehrwertsteuererhöhung auf Kosten uns aller, deshalb Nein.
  3. Es soll zweckgebundenes Geld von der Strasse auf die Schiene verlagert werden. Das heisst, es wird früher oder später eine Treibstoffzollerhöhung geben. Noch eine Steuererhöhung, deshalb nochmals Nein.
  4. Zusätzlich sollen auch noch die SBB-Bahnbillette verteuert werden, als ob diese in den letzten Jahren nicht schon genug verteuert wurden. Langsam aber sicher wird das Bahnfahren in der Schweiz zum Luxus. Das darf nicht sein, deshalb zum wiederholten Male Nein.

Wenn die Walliser und die Berner von einer zweiten Neat-Röhre am Lötschberg träumen, können sie auch mit FABI weiter träumen. Zuerst wird das Geld in den Ballungszentren und am Gotthard verpulvert und irgendwann in Jahrzehnten, nachdem die Randregionen alles andere rund um die Ballungszentren mitfinanziert haben, gibt es vielleicht auch für die Randregionen etwas, wie zum Beispiel eine zweite Neat-Röhre am Lötschberg. Aus all diesen Gründen braucht es ein überzeugtes Nein zum masslosen FABI-Sonderwunschkatalog.

Fredy Ursprung,
Brig (VS)

 

30.01.2014 | 623 Aufrufe