Als betroffener Besitzer einer kleinen AG fühle ich mich bemüssigt, mich dagegen zu wehren, vom Staat zuerst wie ein Huhn gerupft und danach wie eine Weihnachtsgans ausgenommen zu werden. Mit dieser neuen Erbschaftssteuer käme es nämlich zu einer Vierfach- und nicht wie behauptet bloss zu einer Dreifachbesteuerung.

  1. Meine AG macht einen Gewinn und versteuert diesen ordnungsgemäss, auch Börsengewinne, zu 100 Prozent. Bleibt der Gewinn in der Firma, erhöht sich der Substanzwertwert des Unternehmens und das Aktienkapital wird damit höher besteuert.
  1. Beziehe ich eine Dividende, muss ich auf diese als Privatmann nochmals Einkommenssteuer bezahlen.
  1. Wird diese Dividende meinem Privatvermögen zugeschlagen, muss ich darauf in Zukunft auch noch Vermögenssteuer abliefern.
  1. Sollte ich Firma und Liegenschaft an meine direkten Nachkommen vererben, müssten diese auf der Gesamtsumme 20 Prozent Erbschaftssteuern bezahlen und könnten dadurch weder die Firma noch den Grundstückbesitz halten. Wer kann schon in der heutigen schnelllebigen Zeit eine Weiterführung auf 10 Jahre hinaus garantieren?

So wird es auch vielen fleissigen und sparsamen Arbeitern und Angestellten ergehen, die ein Leben lang ihr Reiheneinfamilienhäuschen abbezahlt und dessen Verkehrswert bis heute unterschätzt haben. Mit dieser Initiative stossen die Sozialromantiker aus EVP, SP, Grünen, Linksextremen und PdA ihre eigenen «kleinen» Leute und Sparer vor den Kopf. Diese von kommunistischen Hintergedanken geprägte Neid-Initiative wäre katastrophal für unser Land und muss haushoch abgeschmettert werden.

Robert Nieth,
Walchwil

 

03.06.2015 | 1145 Aufrufe