In Ergänzung zum «Schweizerzeit»-Artikel «Das Plündern Toter» von H. Hübscher (Ausgabe 16, 29.08.2014).

Die heutige Dreifachbesteuerung ist tatsächlich stossend, ja schon die Zweifachbesteuerung ist es. Der Autor (Henk Hübscher) hat Recht, wenn er sagt, es gehe nicht an, das gleiche Substrat mehr als einmal zu besteuern.

Was soll jedoch der Satz: «In jener (an sich erfreulichen) Zeit der Abschaffung dieser Steuer in vielen Kantonen forderte sie lauthals, beim Tode Vermögender müssten deren Hinterlassenschaft (Erbschaft) landesweit zugriffig gerupft werden.»?

Mit Ausnahme von Schwyz hat bisher kein einziger Kanton die Erbschaftssteuer abgeschafft. Was die Kantone abgeschafft haben – mit Ausnahme von Appenzell i.R., Neuenburg und Waadt – sind die Erbschaftssteuern für direkte Nachkommen, nicht aber für andere Verwandte, teilweise mit Ausnahme der Eltern und für Dritte.

Max Hohler,
Basel

24.09.2014 | 4832 Aufrufe