Gemäss Medienberichten will der Präsident der CVP Schweiz, Gerhard Pfister, die Verwaltungsratspräsidien staatsnaher Betriebe entpolitisieren. Am besten beginnt er gleich in seiner Partei mit den Aufräumarbeiten, ist es doch der immer dichter und zäher gewordene CVP-Filz an der Spitzen dieser Betriebe, der Sorgen und Ärger bereitet.

Immer noch im Amt ist Post-Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller, der Hauptverantwortliche für den Postautoskandal, der den beispiellosen Betrugsfall mit eigener Sprachregelung beschönigt. Er spricht von einem «kollektiven Versagen», das eher an einen durch Fahrlässigkeit verursachten Lapsus als an einen kollektiven Bschiss massivsten Ausmasses denken lässt. Das ist ein typisches Vernebelungsgehabe eines mit allen Wassern gewaschenen Ex-Politikers. Auch in andern Bereichen muss Pfister dringend für Entpolitisierung und Professionalisierung sorgen.

Rudolf Meier, Winterthur

16.08.2018 | 1140 Aufrufe