Wir erziehen unsere drei Kinder aus Überzeugung selber und würden diese, aus unserer Sicht edelste Lebensaufgabe, unter keinen Umständen an Dritte delegieren. Gleichzeitig haben wir damit auf drei staatlich unterstützte Kinderkrippenplätze verzichtet und somit zu geringeren Staatsausgaben beigetragen.

Dagegen, dass andere – aus welchen Gründen auch immer – ihre Kinder fremdbetreuen lassen, und dafür, nebst den staatlich subventionierten Krippen, jährlich einen Steuerabzug von 30‘900 Franken (bei drei Kindern) geltend machen können, haben wir nichts einzuwenden. Dass nun aber Eltern, die es uns gleich tun, von den Gegnern der Familieninitiative, und allen voran von Bundesrätin Widmer-Schlumpf, quasi als «Steuerpreller von 1.4 Milliarden Franken» hingestellt werden, wenn ihnen der gleich grosse Steuerabzug gewährt würde, wie derjenige der Eltern, welche ihre Kinder fremdbetreuen lassen, ist eine krasse Stigmatisierung der Eltern, welche das traditionelle Familienmodell gewählt haben. Diese Haltung zeugt von geringster Wertschätzung gegenüber der selbstlosen und auf Doppeleinkommen verzichtenden Erziehungsarbeit.

Lassen wir uns von den Eliten nicht beirren und sorgen wir dafür, dass in Zukunft alle Eltern bei der Kindererziehung mit dem gleich grossen Steuerabzug finanziell entlastet werden. Dazu braucht es ein Ja zur Familieninitiative.

Heike und Mario Cortesi
Chur

07.11.2013 | 1119 Aufrufe