Als grosser Gegner der SVP-Einwanderungsinitiative empfiehlt Heinz Karrer, Präsident der Economiesuisse, unseren Frauen bzw. Müttern, sich in noch stärkerem Masse für eine Arbeitsstelle in einem Betrieb freizumachen. So wären wir weniger auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. Bereits bei der Familieninitiative, die am 24. November namentlich von der Economiesuisse gebodigt wurde, zeigte Heinz Karrer, wie wenig ihm am Erhalt der familienfreundlichen Erziehung der Kinder gelegen ist. Sein Ziel ist ganz offensichtlich die Gewinnmaximierung der Unternehmer um jeden Preis.

Damit gehört er zu jenen Kreisen, die neulich von Papst Franziskus mit deutlichen Worten an den Pranger gestellt wurde wurden. Was hat der «einfache» Bürger oder das Schweizer Volk davon, wenn einzelne Unternehmer ihren Profit noch weiter steigern können, während gleichzeitig unsere Infrastruktur immer mehr zu ersticken droht? Das heisst, wenn man auf der Strasse immer öfter im Stau stecken bleibt, wenn das Bauland und die vorhandenen Wohnungen zusehends zur Mangelware werden, wenn man im Zug höchstens noch einen Stehplatz ergattern kann, wenn laufend neue Schulhäuser gebaut werden müssen, wenn der Kriminaltourismus immer mehr zur Plage in unserem Land ausufert usw.

Während der Bundesrat zur seinerzeitigen Abstimmung in seiner Botschaft vom 21. Mai 2000 die allfälligen Bedenken gegen eine starke Einwanderung als unbegründet bezeichnete und sie auf netto maximal 10‘000 Personen schätzte, liegt die Netto-Zuwanderung schon seit Jahren bei etwa 80‘000 Personen. Doch die Situation wird auch heute wieder in Bern verharmlost.

So kann und darf es in unserem Land nicht weitergehen. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich das Schweizer Volk bei der Abstimmung vom 9. Februar nicht ein weiteres Mal für dumm verkaufen lässt.

Traugott Voegeli,
Leibstadt AG

 

14.01.2014 | 793 Aufrufe