Weihnachten stand vor der Tür, als die Nazis in das Haus von deutschen Christen eintraten, um versteckte Juden zu suchen. Die gesamte Familie stand still und zitternd in der Küche. Die versteckten Juden waren direkt unter ihrem Boden und hörten, wie die Nazis erst die Eltern und dann die Kinder einem nach dem anderen ausfragten – ohne Erfolg.

Doch dann kamen sie zum Jüngsten und fragten ihn auch: «Habt Ihr Juden bei Euch zu Hause?» Der kleine Junge zögerte erst mit seiner Antwort, dann aber sagte er «Ja». Die Eltern erschraken und bekamen beinahe einen Herzanfall. Die Nazis baten ihn höflich, sie zu ihnen zu führen.

So lief der kleine Junge voran und führte sie ins Wohnzimmer, wo ein wunderschöner Weihnachtsbaum aufgestellt war. Er bückte sich unter den Baum, holte das kleine Christkind Jesus aus der Krippe und zeigte es ihnen …

Die «Schweizerzeit»-Redaktion dankt der Familie Schneider für die Zustellung dieser sehr schönen, zum Nachdenken anregenden Kurzgeschichte. Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine besinnliche Weihnachtszeit.

Symbolbild von Elke Muellers / pixelio.de

 

24.11.2016 | 1647 Aufrufe